Bürgerverein Zündorf e.V.


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„Wir wollen unser Zündorf gemeinsam nachhaltig gestalten!“

28. Oktober 2019

Offener Brief - Radverkehr in Zündorf

Zur Sitzung der BV 7 am 05.11.2019 hat die Verwaltung unter TOP 6.4 eine Vorlage eingebracht

"Baubeschluss für die Öffnung der Einbahnstraßen Houdainer Straße und Hauptstraße zwischen Schmittgasse und Burgweg für den gegenläufigen Radverkehr“

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Bürgerverein Zündorf hat den Fraktionen in der Bezirksvertretung Porz für Ihre Vorberatung folgende Stellungnahme abgegeben:

"Für die Sitzung der BV 7 am 05.11.2019 hat die Verwaltung unter TOP 6.4 eine Vorlage

„Baubeschluss für die Öffnung der Einbahnstraßen Houdainer Straße und Hauptstraße zwischen Schmittgasse und Burgweg für den gegenläufigen Radverkehr“ eingebracht.

In der Begründung wird als Ziel der Planung beschrieben, dass die Fahrbeziehungen für Radfahrende, die aus Richtung Wahn und Libur in Richtung Leinpfad und Groov fahren, verbessert werden sollen.

Dies wird vom Bürgerverein Zündorf grundsätzlich unterstützt.
Allerdings sollte der gegenläufige Radverkehr besser nur bis zur „Alten Gasse“ geführt werden und dann dort herunter zur Groov.
Dies ist zum einen nicht so steil wie der Burgweg. Zum anderen halten wir ein Ende des gegenläufigen Radschutzstreifens an der Keimergasse für zu gefährlich, da Autofahrer beim Ausfahren von der Keimergasse auf die Hauptstraße hauptsächlich nach rechts schauen, um eine Lücke für die Ausfahrt zu finden und einen entgegenkommenden Radfahrer dann schnell übersehen.

Der Bürgerverein hatte der Verwaltung im März 2017 allerdings anlässlich einer Fahrradtour mit Herrn Harzendorf durch Zündorf Vorschläge für Änderungen der Verkehrsführung auf der Hauptstraße unterbreitet, die vorrangig einer größeren Verkehrssicherheit für den lokalen Zündorfer Radverkehr dienen sollten.

Einer der Vorschläge war es, auf der Hauptstraße in Zündorf die Fahrspur auf die rechte Seite zu verlegen und dort einen Radschutzstreifen für die Nord-Süd-Richtung anzulegen.
Dies hätte neben mehr Sicherheit für die Radfahrer auch die seitens der Fa. REWE seit längerem geplante Änderung der Parkplatzein-/ausfahrt (erst rein und dahinter raus) und damit eine Stauentzerrung ermöglicht. Ferner könnte hierdurch die Sicherheit der Erreichbarkeit der hinter der Keimergasse liegenden Kindertagesstätte verbessert werden (Haltebucht links direkt vor dem Haus).
Herr Harzendorf begrüßte diesen Vorschlag und sagte eine entsprechende Planung als Entscheidungsvorlage für die BV 7 zu.

Wir würden es sehr begrüßen, wenn Sie im Zusammenhang mit der og. Vorlage auch diesen Vorschlag unterstützen würden und damit neben dem Ost-West-Radverkehr den aus unserer Sicht noch wichtigeren des Nord-Süd-Radverkehr verbessern würden.

Desweiteren möchten wir noch darauf hinweisen, dass aus unserer Sicht ein gegenläufiger Radverkehr mindestens ebenso wichtig für den Abschnitt von der „Alten Apotheke“ bis zur Houdainer Straße wäre.

Die Einkaufssituation in Zündorf ist derzeit keinesfalls optimal.
Aus Oberzündorf kommend können Radfahrer mit dem Ziel „Edeka“ an der Houdainer Straße oder „REWE“ an der Hauptstraße zwar den Verbindungsweg zwischen Schmittgasse und Hauptstraße bis zur Alten Apotheke gefahrlos passieren, müssen dann aber entweder den Umweg über die Schmittgasse machen oder fahren über den (schmalen) Fußweg entlang der Hauptstraße zu ihren Einkaufszielen.
Weil das zu umständlich ist, fahren viele mit dem Auto zum Einkaufen und dann gleich nach Ranzel.

Um das Einkaufen in Zündorf zu erleichtern und das Fahrrad hierfür zu attraktivieren, sollte daher schon jetzt die Planung für den Abschnitt von der „Alten Apotheke“ bis zur Houdainer Straße aufgenommen werden. Bei der jetzt vorgesehenen baulichen Anpassung der Verkehrsinsel im Kreuzungsbereich Hauptstraße/Houdainer Sstraße müsste dies aber schon mit berücksichtigt werden."

Mit freundlichen Grüßen

Hans Baedorf
1. Vorsitzender
Bürgerverein Zündorf e. V.

Reiner Lindlahr
2. Vorsitzender
Bürgerverein Zündorf e. V.